Was meine Bilder mit Flucht zu tun haben.
Flucht? Was ist das? Ist damit nur die Flucht aus widrigen Lebensumständen gemeint, oder hat dieser Begriff auch ein weiteres Bedeutungsspektrum? Sehen wir uns meine BIlder doch einmal an:
Bei "King Of The Delta" scheint es eindeutig: Der arme Blues-Musiker aus den Südstaaten, der in einer großen Stadt (New York, New Orleans, Detroit, Chicago?) sein Glück versucht.
Ebenso bei Wohlstandsmüll, in dem die Punkerin aus der großen Stadt in der Ruhe des Waldes versucht Musik zu machen, und dabei merkt dass die Zivilisation, vor der sie entfliehen möchte, auch in die hintersten Winkel der abgelegenen Wildnis vorgedrungen ist. Bei den beiden Werken die "Bluesgirl In Exile" betitelt sind, könnte eine mögliche Interpretation sein dass das Bluesgirl vor der Welt seiner baumwollpfückendenVorfahren geflohen ist, und nun die Vergangenheit in Form eines Gemäldes sie wieder einholt.
Was ist aber wenn man dem öden, tristen Alltag mit Hilfe diverser Substanzen entkommen möchte, wie ich es im Werke "What A Vodkafull World" dargestellt habe? Ob ich mit "Don't Eat The Chili" etwas ähnliches darstellen wollte, und wohin und mit welchen Mittel die beiden Protagonistinnen aus "Schwebebahn" entfliehen möchten, bleibt jedem selbst überlassen.
Ist das entführte Mädchen aus "Weltraumliebe" wirklich entführt, oder stelle ich nicht vielmehr eine abseitige Fantasie dar, in der sie sich den Normen des irdischen Alltags entziehen möchte - wenn man so will auch eine Art von Flucht...
Beim "Urschrei der modernen, massenmedialen Informationskultur" nun, kann man es so oder so sehen: Ist ein Urschrei eine Flucht? Ist es ein Fluchtmoment wenn die moderne, massenmediale Informationskultur in die braun-dunkelgelbe Welt von Blues und Baumwolle einbricht? Ist die Verwandlung in einen Ausserirdischen eine Flucht vor der Normalität?
Aber eigentlich will ich - wie jeder Künstler - gar nicht so viel über meine Bilder erzählen...
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